Eine Heizdecke ist gleichzeitig Textilie und Elektrogerät. Genau diese Kombination macht ihre Pflege anspruchsvoller als die einer gewöhnlichen Wohndecke: In der Fläche liegen Heizleiter und Temperatursensoren, am Rand sitzt eine Steckkupplung, und der Regler enthält Elektronik, die nicht mit Wasser in Berührung kommen darf. Trotzdem sind viele aktuelle Wärmezudecken waschbar. Entscheidend ist nicht eine allgemeine Internetregel, sondern die Anleitung des konkreten Modells. Waschbarkeit, zulässige Temperatur, Waschgang, Schleudern, Trocknung und sogar die empfohlene Zahl der Maschinenwäschen können sich unterscheiden.
Die häufig genannte Formel „30 Grad im Wollprogramm“ trifft auf mehrere verbreitete Modelle zu, ist aber keine Freigabe für jede Heizdecke. Eine abnehmbare Bedieneinheit allein beweist ebenfalls noch nicht, dass der textile Teil in die Waschmaschine darf. Umgekehrt bedeutet ein eingenähter Anschluss nicht automatisch, dass nur eine Oberflächenreinigung möglich ist: Manche Konstruktionen sind für das Waschen vorgesehen, andere ausdrücklich nicht. Deshalb beginnt die sichere Reinigung mit Typenschild, Pflegeetikett und Bedienungsanleitung – erst danach folgen Fleckenbehandlung oder Waschmaschine.
Dieser Ratgeber ordnet die Schritte vom Abstecken bis zur vollständigen Trocknung ein. Er erklärt, wann eine schonende Oberflächenreinigung ausreicht, woran sich Schäden erkennen lassen und weshalb eine scheinbar trockene Oberfläche noch keine Freigabe zum Einschalten ist. Die Angaben beruhen auf veröffentlichten Herstelleranleitungen und allgemeinen Hinweisen zur elektrischen Sicherheit; sie ersetzen keine modellspezifische Gebrauchsanweisung und keinen Reparaturservice.
Vor dem Reinigen: Bauart und Modell eindeutig bestimmen
Der Begriff Heizdecke wird im Alltag für verschiedene Produkte verwendet. Eine Wärmezudecke liegt locker über dem Körper, ein Wärmeunterbett wird auf der Matratze verwendet, ein Heizkissen erwärmt eine kleinere Fläche. Hinzu kommen Akku-Wärmedecken, USB-Produkte und Modelle mit mehreren Heizzonen. Die Reinigung darf nicht von einer Produktgruppe auf eine andere übertragen werden.
Das Typenschild befindet sich häufig am Textilrand, an der Anschlussleitung oder am Regler. Benötigt werden Hersteller und vollständige Modellbezeichnung. Fehlt die gedruckte Anleitung, sollte nur die offizielle Anleitung genau dieses Modells verwendet werden. Ähnlich klingende Produktnamen oder eine Anleitung für eine ältere Baureihe genügen nicht, weil Anschluss, Material und Pflegefreigabe geändert worden sein können. Der bestehende Überblick zu Heizdecken und Heizkissen erklärt die Unterschiede zwischen Bauarten, Sicherheitsfunktionen und typischen Einsatzbereichen ausführlicher.
| Vor der Reinigung prüfen | Warum das wichtig ist | Konsequenz bei Unklarheit |
|---|---|---|
| Hersteller und Modellnummer | Nur damit lässt sich die passende Anleitung eindeutig zuordnen. | Keine Maschinenwäsche, bis die Anleitung gefunden ist. |
| Pflegeetikett am Textil | Es nennt Waschtemperatur und verbotene Verfahren. | Symbole nicht durch allgemeine Tipps ersetzen. |
| Abnehmbare Steckkupplung | Regler und Netzkabel müssen bei vielen Modellen vor dem Waschen entfernt werden. | Nur trennen, wenn die Konstruktion und Anleitung dies vorsehen. |
| Beschädigungen und Verformungen | Gebrochene Leiter, lose Buchsen oder spröde Kabel können ein Sicherheitsrisiko darstellen. | Gerät nicht reinigen und danach weiterbenutzen, sondern Service klären. |
| Vorgaben zur Trocknung | Viele Modelle dürfen weder in den Trockner noch gebügelt oder zum Trocknen eingeschaltet werden. | Vor dem Waschen einen geeigneten Trockenplatz vorbereiten. |
Die Zeichen auf dem Geräteetikett können sich von den Pflegesymbolen gewöhnlicher Kleidung unterscheiden. Neben Wasch- und Trocknersymbolen finden sich bei Wärmeprodukten beispielsweise Hinweise wie „nicht gefaltet oder zusammengeschoben benutzen“ und „keine Nadeln hineinstecken“. Der Beitrag Waschsymbole erklärt hilft bei der textilen Pflegekennzeichnung. Gerätespezifische Sicherheitssymbole müssen zusätzlich in der Bedienungsanleitung nachgelesen werden.
Sicherheitskontrolle vor jedem Kontakt mit Wasser
Zuerst wird die Heizdecke ausgeschaltet und der Netzstecker aus der Steckdose gezogen. Danach wird die Steckkupplung zwischen Regler und Textil getrennt, sofern das Modell eine lösbare Verbindung besitzt und die Anleitung diesen Schritt nennt. Nicht am Kabel ziehen, sondern die dafür vorgesehenen Griffbereiche der Kupplung verwenden. Bei Akku-Modellen gelten die Vorgaben für Akku, Ladeleitung und Anschlussmodul.
Der Regler gehört nicht in Wasser. Die Bedienungsanleitung der Beurer HD 75 verlangt beispielsweise, den Schalter vor der Reinigung abzutrennen und nur mit einem trockenen, fusselfreien Tuch zu säubern. Wasser, chemische Reiniger und Scheuermittel können den Regler beschädigen. Das ist ein konkretes Modellbeispiel, keine pauschale Freigabe für alle Geräte.
Anschließend wird die gesamte Decke bei gutem Licht kontrolliert. Kritisch sind freiliegende Drähte, harte Knickstellen, verbrannte oder verfärbte Bereiche, ein gelockerter Textilanschluss, Risse im Reglergehäuse, ein gequetschtes Kabel und beschädigte Isolierung am Stecker. Auch ungewöhnliche lokale Überhitzung, selbsttätiges Abschalten oder wiederholte Fehlermeldungen aus der letzten Nutzung gehören in die Bewertung. Waschen behebt keinen elektrischen Defekt. Ein auffälliges Gerät bleibt außer Betrieb, bis Hersteller oder qualifizierter Service die weitere Verwendung freigeben.
Der VDE weist in seinem Verbraucherschutz-Portal darauf hin, dass dünne oder beschädigte Isolierungen dazu führen können, dass spannungsführende Teile berührbar werden. Bei einer Heizdecke kommt hinzu, dass Heizleiter großflächig in einem flexiblen Textil liegen. Eigenmächtiges Öffnen, Löten oder Überbrücken von Schutzfunktionen ist deshalb keine geeignete Reparatur.
Oberflächenreinigung oder vollständige Wäsche?
Nicht jede Verschmutzung rechtfertigt einen kompletten Waschgang. Krümel lassen sich nach dem Abstecken und Abkühlen vorsichtig ausschütteln oder mit einer weichen Textilbürste entfernen. Einzelne Flecken können bei vielen Modellen mit einem leicht angefeuchteten Tuch oder Schwamm und wenig flüssigem Feinwaschmittel behandelt werden. Auch hier entscheidet die Anleitung, denn Beschichtung, Flor und Anschlussbereich reagieren unterschiedlich auf Feuchtigkeit.
Eine Oberflächenreinigung ist meist die schonendere Wahl, wenn nur ein kleiner, frischer Fleck vorliegt, die Decke nicht riecht und keine großflächige Verschmutzung vorhanden ist. Sie reduziert die mechanische Belastung von Heizleitern, Nähten und Steckkupplung. Das behandelte Textil muss anschließend vollständig lufttrocknen, bevor Regler und Netzstecker wieder angeschlossen werden.
Eine vollständige Wäsche kommt nur infrage, wenn Pflegeetikett und Anleitung sie eindeutig erlauben. Gute Gründe sind großflächige Verschmutzung, eingezogene Gerüche oder eine hygienisch notwendige Reinigung. „Waschbar“ bedeutet dabei nicht automatisch „beliebig oft waschbar“. Hersteller weisen darauf hin, dass häufiges Waschen das Produkt beansprucht. Die genannte Beurer-Anleitung begrenzt Maschinenwäschen für das konkrete Modell sogar auf fünf über die gesamte Lebensdauer. Diese Zahl darf nicht auf andere Modelle übertragen werden; sie zeigt aber, weshalb unnötige Vollwäschen vermieden werden sollten.
Heizdecke in der Waschmaschine waschen: Schritt für Schritt
Wenn die Originalanleitung eine Maschinenwäsche freigibt, sollte der gesamte Ablauf vor dem Start vorbereitet sein. Dazu gehören ausreichend Platz in der Trommel, ein geeignetes Waschmittel und eine freie, tragfähige Fläche zum Trocknen. Eine zu kleine Trommel kann die Decke stark zusammenpressen und scharf knicken. Eine große Waschmaschine ist dennoch keine Erlaubnis für ein anderes Programm als das vorgeschriebene.
- Strom vollständig trennen: Gerät ausschalten, Netzstecker ziehen und den abnehmbaren Regler samt Leitung nach Anleitung entfernen. Der Textilanschluss bleibt nur so am Produkt, wie er konstruktiv vorgesehen ist.
- Pflegeangaben erneut abgleichen: Zulässige Temperatur, Programm, Waschmittel, Schleudern und Beladung aus der Anleitung notieren. Widersprechen sich Etikett und Anleitung, muss der Hersteller klären, welche Angabe gilt.
- Flecken schonend vorbehandeln: Nur zugelassene Mittel verwenden, nicht kräftig reiben und keine Bürste über Anschluss oder Heizleiter führen.
- Decke locker einlegen: Nicht um den Trommelrand wickeln, nicht fest rollen und nicht mit schweren oder scharfkantigen Wäschestücken kombinieren.
- Schonprogramm wählen: Viele Hersteller nennen 30 °C und ein besonders schonendes Woll- oder Feinwaschprogramm. Diese Einstellung gilt nur, wenn sie in der Anleitung des Modells steht.
- Feinwaschmittel sparsam dosieren: Dosierung an Wasserhärte, Trommelbeladung und Herstellerangabe ausrichten. Weichspüler, Bleiche oder aggressive Fleckenmittel nur verwenden, wenn sie ausdrücklich freigegeben sind; bei vielen Modellen sind sie nicht vorgesehen.
- Mechanik begrenzen: Nur die ausdrücklich erlaubte Schleuderstufe verwenden. Ist keine Schleuderfreigabe angegeben, darf sie nicht aus Gewohnheit ergänzt werden.
- Nach Programmende sofort entnehmen: Die nasse Decke mit beiden Händen tragen, nicht an der Steckkupplung anheben und nicht auswringen.
Die öffentlich zugängliche Medisana-Hilfe zur Kuschelheizdecke nennt für das dort beschriebene Produkt eine Maschinenwäsche bei maximal 30 °C und schließt Bleichen, Bügeln sowie den Wäschetrockner aus. Zusammen mit den Beurer-Unterlagen zeigt das: 30 °C ist bei mehreren Modellen verbreitet, doch die übrigen Details müssen weiterhin produktbezogen geprüft werden.
Zu viel Waschmittel verbessert die Reinigung nicht. Rückstände können den Flor verkleben, Gerüche festhalten und zusätzliche Spülgänge nötig machen. Der Ratgeber zu Waschmittelrückständen auf Textilien erklärt die Zusammenhänge zwischen Dosierung, Beladung und Wasserhärte. Bei einer Heizdecke ist ein spontanes Zusatzprogramm jedoch nur sinnvoll, wenn es die Geräteanleitung zulässt.
Handwäsche ist nicht automatisch schonender
Eine Handwäsche klingt sanft, kann aber problematisch werden. Eine vollgesogene Heizdecke ist schwer; beim Anheben, Drücken und Auswringen entstehen punktuelle Kräfte auf Heizleiter, Sensoren und Anschluss. Deshalb ist Handwäsche nur dann eine Option, wenn die Anleitung sie ausdrücklich beschreibt. Die erlaubte Wassertemperatur, Einweichdauer und Bewegung müssen eingehalten werden.
Ist Handwäsche freigegeben, wird die Decke in ausreichend Wasser behutsam bewegt und nicht geknetet, verdreht oder gebürstet. Der Anschlussbereich darf nicht als Griff dienen. Anschließend wird das Wasser ohne Auswringen ablaufen gelassen. Ein kurzes Einrollen in trockene, saugfähige Handtücher kann nur dann zum Wasserentzug dienen, wenn die Anleitung nichts Gegenteiliges vorgibt; dabei darf kein starker Druck oder Knick entstehen.
Fehlt eine klare Freigabe für Hand- oder Maschinenwäsche, bleibt nur die zugelassene Oberflächenreinigung. Ein Waschversuch „auf eigenes Risiko“ kann nicht nur das Textil beschädigen, sondern eine spätere elektrische Gefährdung erzeugen, die von außen nicht erkennbar ist.
Trocknen: Der wichtigste Teil der Pflege
Nach dem Waschen kann die Oberfläche schnell trocken wirken, während Feuchtigkeit in der Steckkupplung, zwischen Materiallagen oder entlang der Leiterbahnen verbleibt. Deshalb zählt nicht die verstrichene Zeit, sondern der vollständig trockene Zustand des gesamten Produkts. Regler und Netzstecker bleiben währenddessen getrennt.
Viele Hersteller verlangen, die nasse Decke zunächst vorsichtig auf ihr ursprüngliches Maß zu ziehen und anschließend flach ausgebreitet über einem Wäscheständer zu trocknen. Scharfe Kanten, enge Stäbe und starkes Durchhängen sind zu vermeiden. Wäscheklammern können punktuell Druck ausüben und sind bei manchen Modellen ausdrücklich untersagt. Die genaue Lage – flach, locker über mehrere Leinen oder anders – richtet sich nach der Anleitung.
Typische Verbote sind:
- nicht auswringen oder verdrehen,
- nicht im Wäschetrockner trocknen, sofern keine ausdrückliche Freigabe vorliegt,
- nicht bügeln, mangeln oder chemisch reinigen,
- nicht auf einen Heizkörper legen und nicht mit Heißluft beschleunigen,
- nicht zum Trocknen einschalten,
- Regler und Steckkupplung nicht verbinden, solange Textil oder Anschluss noch feucht sind.
Direkte starke Wärme kann Kunststoffe, Isolierungen und textile Schichten verändern. Das Einschalten zum Trocknen ist besonders riskant: Feuchtigkeit und Netzspannung dürfen nicht zusammentreffen, und eine gefaltete oder noch ungleichmäßig feuchte Decke kann Wärme anders verteilen als im normalen Betrieb. Ein trockener, gut belüfteter Raum bei moderater Temperatur ist die sichere Basis. Je nach Material und Raumklima kann das deutlich länger als bei einer leichten Decke dauern.
Kontrolle nach dem Trocknen
Erst wenn Textil, Anschlussbuchse und alle Materiallagen zweifelsfrei trocken sind, folgt die nächste Sicht- und Tastkontrolle. Die Decke wird auf einer ebenen Fläche locker ausgebreitet. Gesucht werden Wellen, harte Bereiche, ungewöhnliche Verdickungen, gelöste Nähte, Verfärbungen und eine verzogene Steckkupplung. Das Kabel wird ohne starkes Biegen auf Risse und Quetschungen geprüft.
Der Regler wird nur mit dem zugehörigen Originalprodukt verbunden. Ein äußerlich passender Regler eines anderen Modells ist kein sicherer Ersatz. Einige Hersteller-Sicherheitssysteme sind auf die Kombination aus Decke, Sensorik und Schalter abgestimmt. Zeigt das Gerät nach dem Waschen einen Fehler, bleibt kalt, riecht auffällig, wird punktuell sehr heiß oder schaltet untypisch, wird es sofort getrennt und nicht weiter getestet.
Eine kurze Funktionskontrolle darf erst nach vollständiger Trocknung und nach den Inbetriebnahmehinweisen des Herstellers erfolgen. Dabei liegt die Decke in der vorgesehenen Nutzungsform, nicht zusammengefaltet oder unter schweren Gegenständen. Ein unbeaufsichtigter Probelauf ist keine geeignete Prüfung. Bei Zweifeln ist der Kundendienst zuständig. Der Beitrag Haushaltsgeräte reparieren: wann es sich lohnt und wie es richtig geht ordnet fachgerechte Reparatur, Kostenvoranschlag und Sicherheitsgrenzen ein.
Was bei Stecker, Regler und Kupplung häufig schiefgeht
Ein häufiger Fehler ist das Ziehen am Kabel statt am Steckergehäuse. Dadurch wirken Kräfte auf die Zugentlastung und innere Leiter. Ebenfalls problematisch ist das Reinigen der Kupplung mit nassem Tuch oder das Ausspülen vermeintlicher Waschmittelreste. Elektrische Kontakte dürfen nur so gepflegt werden, wie es die Anleitung erlaubt. Ohne ausdrückliche Vorgabe bleibt die Reinigung trocken.
Nach dem Waschen darf die Kupplung nicht mit Gewalt zusammengefügt werden. Widerstand kann auf Feuchtigkeit, Schmutz, Verformung oder eine falsche Ausrichtung hinweisen. Kontakte werden nicht mit Metallgegenständen gerichtet, abgeschliffen oder mit Kontaktspray behandelt. Auch ein lockerer Anschluss wird nicht durch Klebeband fixiert.
Der Regler sollte im Betrieb frei liegen und die vom Hersteller vorgesehene Belüftung behalten. Er gehört nicht unter die Decke, unter ein Kissen oder zwischen Matratze und Körper, sofern die Anleitung keine andere Anordnung vorsieht. Beim Verstauen wird das Kabel locker geführt, nicht eng um den Schalter gewickelt. So wird die immer gleiche scharfe Biegestelle vermieden.
Heizdecke richtig lagern und Waschbedarf reduzieren
Vor längerer Lagerung muss die Heizdecke vollständig trocken und abgekühlt sein. Regler und Decke werden nach Herstellerangabe getrennt oder verbunden gelagert. Das Textil darf nicht scharf geknickt oder unter schweren Gegenständen zusammengedrückt werden. Eine lockere Faltung mit großen Radien oder flache Lagerung ist meist günstiger, sofern die Anleitung dies zulässt.
Eine saubere, trockene Aufbewahrung schützt vor Staub und Feuchtigkeit. Luftdichtes Verpacken einer noch minimal feuchten Decke kann Gerüche und Materialschäden fördern. Die Originalverpackung ist sinnvoll, wenn sie ausreichend Platz bietet und keine engen Knicke erzwingt. Mottenmittel, Duftöle oder aggressive Reiniger gehören nicht direkt an das Produkt.
Ein waschbarer, zur Bauart passender Überzug kann den Reinigungsbedarf reduzieren, wenn der Hersteller dessen Verwendung gestattet. Der Bezug darf Wärmeabgabe und Sensorik nicht beeinträchtigen. Essen, offene Getränke, Haustierkrallen und spitze Gegenstände erhöhen das Risiko von Flecken oder Schäden. Kleine Verschmutzungen werden möglichst früh nach Anleitung behandelt, damit keine aufwendige Vollwäsche erforderlich wird.
Wann die Heizdecke nicht mehr benutzt werden sollte
Das Ende der Nutzung ist erreicht, wenn sicherheitsrelevante Schäden nicht fachgerecht reparierbar sind oder der Hersteller den Austausch empfiehlt. Dazu zählen beschädigte Leitungen, ein gebrochenes Gehäuse, lose Kontakte, freiliegende Drähte, deutliche Brandspuren und wiederkehrende Überhitzung. Eine Decke, die nass betrieben wurde oder deren Elektronik beim Waschen nicht wie vorgesehen getrennt war, sollte vor weiterer Nutzung vom Hersteller oder Fachservice beurteilt werden.
Auch eine nicht sichtbare Alterung kann relevant sein. Häufige scharfe Faltungen, jahrelange punktuelle Belastung und viele Waschvorgänge beanspruchen die integrierten Leiter. Deshalb empfiehlt sich eine regelmäßige Sicht- und Tastprüfung, nicht nur unmittelbar nach der Wäsche. Ein funktionsfähiger Regler beweist nicht, dass die gesamte Heizfläche unbeschädigt ist.
Ausgemusterte Heizdecken sind Elektrogeräte und gehören nicht in den Hausmüll. Die Abgabe erfolgt über die kommunal vorgesehenen Sammelstellen oder Rücknahmemöglichkeiten. Vorher wird das Gerät nicht zerlegt; Kabel und Regler bleiben dem Produkt zugeordnet, soweit die Annahmestelle keine andere Vorgabe macht.
Fazit: Waschen ist möglich, aber nie nach einer Universalregel
Eine Heizdecke lässt sich sicher pflegen, wenn drei Ebenen sauber getrennt werden: die textile Oberfläche, die integrierte Heiz- und Sensortechnik sowie die abnehmbare Elektronik. Kleine Flecken benötigen häufig nur eine freigegebene Oberflächenreinigung. Eine Vollwäsche ist ausschließlich mit eindeutiger Waschfreigabe sinnvoll. Temperatur, Programm, Waschmittel, Schleudern und Trocknung stammen dabei aus der Anleitung des konkreten Modells.
Mehrere aktuelle Herstellerhinweise nennen einen besonders schonenden Waschgang bei maximal 30 °C, verbieten den Trockner und verlangen vollständige Lufttrocknung. Daraus entsteht dennoch keine universelle 30-Grad-Regel. Andere Bauarten, ältere Modelle oder Akku-Decken können abweichende Vorgaben haben. Besonders wichtig sind das Abnehmen des dafür vorgesehenen Reglers, der Schutz aller elektrischen Teile vor Wasser und der Verzicht auf Auswringen, Bügeln oder Einschalten zum Trocknen.
Nach der Reinigung entscheidet die Kontrolle über die weitere Nutzung. Steckkupplung, Textil und innere Lagen müssen vollständig trocken sein; Kabel, Regler und Heizfläche dürfen keine Schäden zeigen. Bei ungewöhnlicher Wärme, Geruch, Verformung oder Fehlermeldungen endet der Selbstversuch. So bleibt Pflege kein Risiko, sondern trägt dazu bei, Verschmutzung früh zu begrenzen und unnötige Vollwäschen zu vermeiden.
Transparenz: Dieser Beitrag wurde redaktionell mit KI-Unterstützung erstellt und anhand der verlinkten Herstellerunterlagen sowie VDE-Hinweise fachlich geprüft. Er beruht nicht auf einem eigenen Praxistest und enthält keine behaupteten Messwerte einzelner Geräte.
Bildnachweis
Beitragsbild: KI-generiertes redaktionelles Symbolbild einer unmarkierten Heizdecke mit abnehmbarem Regler; Titelgestaltung durch die Redaktion. Das dargestellte Gerät ist kein reales Produktmodell.
Häufige Fragen zum Waschen und Pflegen von Heizdecken
Kann jede Heizdecke bei 30 Grad gewaschen werden?
Nein. 30 °C im Schon- oder Wollprogramm ist bei mehreren Modellen vorgesehen, aber keine allgemeine Freigabe. Maßgeblich sind Pflegeetikett und Bedienungsanleitung der vollständigen Modellbezeichnung.
Darf der Anschluss der Heizdecke mit in die Waschmaschine?
Nur der fest mit dem Textil verbundene Teil darf mitgewaschen werden, wenn die Anleitung dies ausdrücklich vorsieht. Ein abnehmbarer Regler samt Netzkabel wird vorher getrennt und trocken gehalten. Nicht lösbare Elektronik darf nicht eigenmächtig entfernt werden.
Wie lange muss eine Heizdecke nach dem Waschen trocknen?
Eine feste Stundenzahl ist nicht zuverlässig, weil Material, Raumtemperatur und Luftfeuchte variieren. Entscheidend ist, dass Textil, innere Lagen und Steckkupplung vollständig trocken sind. Erst dann darf der Regler nach Anleitung wieder angeschlossen werden.
Darf eine Heizdecke in den Wäschetrockner?
Bei vielen Modellen ist der Wäschetrockner ausdrücklich verboten. Er ist nur zulässig, wenn die Anleitung des konkreten Geräts eine Trocknerfreigabe enthält und das dort genannte Programm eingehalten wird.
Kann die Heizdecke zum schnelleren Trocknen eingeschaltet werden?
Nein. Hersteller warnen davor, eine feuchte Heizdecke zum Trocknen einzuschalten. Restfeuchtigkeit und elektrische Spannung sind eine gefährliche Kombination; zudem kann die Wärmeverteilung im feuchten oder gefalteten Textil ungleichmäßig sein.
Was ist nach dem Waschen bei ungleichmäßiger Wärme zu tun?
Das Gerät wird sofort ausgeschaltet, vom Netz getrennt und nicht weiter getestet. Punktuelle Überhitzung, Geruch, Fehleranzeigen oder kalte Zonen können auf einen Defekt hinweisen. Hersteller oder qualifizierter Service müssen die weitere Verwendung beurteilen.



