Ein Wassersprudler versetzt Leitungswasser mit Kohlendioxid aus einem Druckzylinder und macht daraus in wenigen Sekunden Sprudelwasser. Sie sparen sich das Schleppen von Kisten, vermeiden Einwegflaschen und zahlen pro Liter meist nur einen Bruchteil von Markenmineralwasser. Wichtig für die Wahl sind vor allem das Zylindersystem, die Flaschenart und die Frage, ob Sie ein Gerät mit oder ohne Stromanschluss möchten.
Die meisten Wassersprudler arbeiten rein mechanisch und brauchen keinen Strom. Ein üblicher Zylinder reicht für bis zu 60 Liter, bei kräftigem Sprudeln eher für 40 bis 50 Liter. Mit Tauschkosten von etwa 7 bis 10 Euro kostet ein Liter Sprudelwasser typischerweise 13 bis 20 Cent. Achten Sie vor allem darauf, welcher Zylinderanschluss passt und ob Sie Glas- oder Kunststoffflaschen bevorzugen.
So funktioniert ein Wassersprudler
Im Gehäuse steckt ein Zylinder mit flüssigem Kohlendioxid unter hohem Druck. Sie schrauben oder klicken eine mit kaltem Wasser gefüllte Flasche ein und drücken eine Taste oder einen Hebel. Ein Ventil öffnet sich, das Gas strömt über ein Röhrchen in das Wasser und löst sich dort teilweise. Der Überdruck, der sich im Flaschenhals bildet, entweicht über ein Sicherheitsventil mit dem typischen Zischen.
Wie stark das Wasser sprudelt, bestimmen Sie über die Zahl oder Dauer der Druckstöße. Für leichtes Sprudelwasser reichen meist zwei bis drei kurze Stöße, für kräftiges Wasser entsprechend mehr. Entscheidend ist die Wassertemperatur: Kaltes Wasser nimmt deutlich mehr Kohlendioxid auf als warmes. Stellen Sie gefüllte Flaschen deshalb vorher in den Kühlschrank, dann brauchen Sie weniger Gas für das gleiche Ergebnis.
Bauarten und Systeme
Mechanische Geräte
Die meisten Wassersprudler funktionieren ohne Strom. Sie sind einfach aufgebaut, lassen sich überall aufstellen und haben praktisch keine Betriebskosten außer dem Gas. Die Sprudelstärke steuern Sie selbst über die Druckstöße.
Elektrische Geräte
Elektrische Modelle dosieren die Kohlensäure per Tastendruck in voreingestellten Stufen. Das ist bequem und liefert gleichbleibende Ergebnisse. Der Strombedarf ist sehr gering, allerdings brauchen diese Geräte eine Steckdose in der Nähe und sind in der Anschaffung teurer.
Zylindersysteme
Wichtiger als die Bauart ist der Anschluss des Zylinders. Verbreitet sind Zylinder mit Schraubgewinde und solche mit Schnellverschluss, die Sie nur einstecken und mit einem Hebel verriegeln. Beide Systeme sind nicht miteinander kompatibel. Prüfen Sie vor dem Kauf, welcher Zylinder in das Gerät passt und wo Sie ihn in Ihrer Nähe tauschen können. Bei vielen Anbietern bleibt der Zylinder Eigentum des Herstellers; Sie bezahlen beim Tausch nur die Füllung.
| Kriterium | Glasflasche | Kunststoffflasche (PET) |
|---|---|---|
| Haltbarkeit | ohne Ablaufdatum, bei guter Pflege sehr lange | mit aufgedrucktem Ablaufdatum, danach ersetzen |
| Reinigung | oft spülmaschinengeeignet | häufig nur Handwäsche, Herstellerangabe beachten |
| Gewicht und Bruch | schwer, kann zerbrechen | leicht, bruchsicher, gut für unterwegs |
| Geschmack | vollständig neutral | in der Regel neutral |
| Gerät | nur in Geräten mit Schutzhülle oder Glasaufnahme | passt in fast alle Geräte des jeweiligen Systems |
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Klären Sie zuerst das Flaschensystem. Glasflaschen lassen sich nur in Geräten verwenden, die dafür ausgelegt sind, weil Glas unter Druck besonders geschützt werden muss. Wer Glas bevorzugt, sollte gezielt nach solchen Geräten suchen. Prüfen Sie außerdem, ob Ersatzflaschen leicht erhältlich sind und welche Größe sie haben; üblich sind Flaschen mit etwa 0,5 bis 1 Liter.
Wichtig ist auch die Tauschmöglichkeit für Zylinder. Supermärkte, Drogerien und Elektrofachhändler bieten den Tausch häufig an, allerdings nicht für jedes System. Ein Gerät, dessen Zylinder Sie nur online nachbestellen können, ist weniger alltagstauglich. Achten Sie zudem auf einen sicheren Stand, einen gut erreichbaren Zylinderwechsel und darauf, ob das Gerät mit einem vollen Zylinder geliefert wird.
Mechanische Geräte kosten typischerweise etwa 50 bis 100 Euro, elektrische Modelle und Geräte für Glasflaschen etwa 100 bis 200 Euro. Allgemeine Hinweise, wie Sie Geräte nach Ausstattung und Folgekosten vergleichen, finden Sie in unserer Kaufberatung.
Kosten im Vergleich
Ein Zylinder reicht nach Herstellerangaben für bis zu 60 Liter. Wer kräftig sprudelt, kommt in der Praxis eher auf 40 bis 50 Liter. Der Tausch kostet je nach Anbieter und Händler etwa 7 bis 10 Euro. Dazu kommen die Kosten für Leitungswasser, die mit weniger als einem Cent pro Liter kaum ins Gewicht fallen. Insgesamt landen Sie typischerweise bei etwa 13 bis 20 Cent pro Liter.
Damit liegt selbst gesprudeltes Wasser etwa im Bereich günstiger Mineralwässer aus dem Discounter und deutlich unter Markenwasser. Der eigentliche Vorteil ist oft ein anderer: Sie tragen keine Kisten, brauchen keinen Lagerplatz und vermeiden Verpackungsmüll. Elektrische Geräte verbrauchen nur beim Sprudeln kurz Strom; im Jahr fällt das kaum ins Gewicht. Auch Kunststoffflaschen verursachen Folgekosten, weil sie nach Ablauf des aufgedruckten Datums ersetzt werden müssen.
Richtig sprudeln: Schritt für Schritt
- Füllen Sie die Flasche mit kaltem Leitungswasser bis zur Markierung. Zu viel Wasser lässt beim Sprudeln Wasser austreten, zu wenig verschwendet Gas.
- Setzen Sie die Flasche gerade ein und prüfen Sie, dass sie fest sitzt.
- Sprudeln Sie in kurzen Stößen, bis die gewünschte Stärke erreicht ist.
- Lassen Sie den Druck vollständig entweichen, bevor Sie die Flasche herausnehmen.
- Verschließen Sie die Flasche sofort und stellen Sie sie kühl, dann hält sich die Kohlensäure länger.
Sprudeln Sie ausschließlich reines Wasser, sofern der Hersteller nichts anderes erlaubt. Sirup, Saft oder Zitronenscheiben geben Sie erst nach dem Sprudeln in die Flasche. Andernfalls kann es stark aufschäumen, das Gerät verschmutzen und Ventile verkleben.
Lassen Sie Leitungswasser, das länger in der Leitung stand, etwa morgens oder nach dem Urlaub, erst ablaufen, bis es spürbar kühl aus dem Hahn kommt. Das abgelaufene Wasser können Sie zum Blumengießen oder Putzen verwenden.
Pflege und Hygiene
Spülen Sie die Flaschen nach dem Leeren mit warmem Wasser aus und lassen Sie sie offen trocknen. Für eine gründlichere Reinigung eignen sich eine Flaschenbürste und etwas Spülmittel. Kunststoffflaschen vertragen oft kein heißes Wasser und keine Spülmaschine, weil sie sich verformen können; halten Sie sich an die Angaben auf der Flasche. Das Gerät selbst wischen Sie mit einem feuchten Tuch ab, das Sprudelröhrchen können Sie gelegentlich mit einem Tuch reinigen.
Lagern Sie Zylinder aufrecht, geschützt vor Hitze und direkter Sonne, zum Beispiel nicht im heißen Auto. Füllen Sie Zylinder nicht selbst nach, sondern nutzen Sie den Tausch im Handel, denn dort werden die Zylinder vom Anbieter befüllt und kontrolliert. Hat die Flasche Risse, ist das Ventil undicht oder zischt das Gerät dauerhaft, sollten Sie es nicht weiter benutzen und sich an den Kundendienst wenden. Hilfe bei kleineren Defekten finden Sie in unserem Bereich Reparatur und Wartung.
Häufige Fragen
Kann ich Leitungswasser ohne Bedenken sprudeln?
In Deutschland unterliegt Leitungswasser strengen Vorgaben und ist in der Regel bedenkenlos trinkbar. In sehr alten Gebäuden können Leitungen aus Blei oder schlecht gewartete Hausinstallationen die Qualität beeinträchtigen. Im Zweifel fragen Sie Ihre Vermieterin, Ihren Vermieter oder den örtlichen Wasserversorger.
Wie erkenne ich, dass der Zylinder leer ist?
Das Wasser sprudelt kaum noch, und beim Drücken hören Sie nur ein schwaches oder gar kein Zischen. Da die Menge schwer abzuschätzen ist, lohnt sich ein Ersatzzylinder im Schrank.
Warum hat mein Sprudelwasser kaum Kohlensäure?
Meist war das Wasser zu warm, die Flasche wurde nicht sofort verschlossen oder der Zylinder ist fast leer. Kaltes Wasser, sofortiges Verschließen und kühle Lagerung schaffen Abhilfe.
Wie lange hält selbst gesprudeltes Wasser?
Gut verschlossen und im Kühlschrank gelagert sollten Sie es innerhalb von etwa zwei bis drei Tagen trinken. Danach lässt nicht nur die Kohlensäure nach; offenes Leitungswasser in Flaschen sollte aus hygienischen Gründen generell zügig verbraucht werden.




